Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin

Die Neurologische Klinik Arnsdorf ist ein Akutkrankenhaus zur Behandlung aller neurologischen Erkrankungen einschließlich der intensivmedizinisch zu versorgenden Patienten.

Die Klinik befindet sich in einem komplett sanierten Altbau und wurde mit einer modernen Radiologischen Abteilung (einschl. Computer- und Kernspintomographie) und einem leistungsfähigen Neurologischen Intensivbereich ausgestattet. Dieser beherbergt neben 4 Beatmungsplätzen die 2010 re-zertifizierte regionale „Stroke Unit“, eine Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfallpatienten. In unmittelbarer Nähe liegt der Helikopterlandeplatz. Wir arbeiten als Regionales Nebenzentrum im Schlaganfallversorgung Ost-Sachsen Netzwerk (SOS-NET) und verfügen über eine zertifizierte Multiple Sklerose-Spezialambulanz.

Unsere Klinik bietet im Intensivbereich eine rund um die Uhr besetzte Notfallversorgung. Sie stellt 40 Betten auf 2 Normalstationen und 11 Intensivbetten, davon 4 Betten Stroke Unit, für die Behandlung zur Verfügung. Die ambulante neurologische Betreuung erfolgt in Ermächtigungs- und Spezialambulanzen vor Ort sowie in den angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) in Radeberg, Dresden und Pirna.

Behandelt werden alle Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des peripheren Nervensystems und der Muskulatur. Dabei hat die klinische Neurologie sehr von dem Wissenszuwachs der Neurowissenschaften in den vergangenen 20 Jahren profitiert.

Hervorgegangen ist die Klinik aus der 1912 eröffneten „Königlich-Sächsischen Pflegeanstalt zu Arnsdorf“, die damals eine der fortschrittlichsten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland war. Neurologische Patienten wurden hier seit 1949 behandelt. Seit 1954 war die neurologische Klinik integraler Bestandteil des „Bezirkskrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie“.

In der Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin wurden im Jahr 2010 insgesamt 1795 Patienten vollstationär und zusätzlich 90 Patienten vor- bzw. nachstationär behandelt. Die durchschnittliche stationäre Verweildauer lag bei 7,3 Tagen. Die Klinik verfügt über drei Stationen mit insgesamt 49 Betten. Zwei neurologische Normalstationen sind mit 40 Patienten zu belegen. Die mit 9 Betten ausgerüstete Neurologische Intensivstation hat 4 Beatmungsplätze; 4 Bettenplätze sind als Stroke Unit zertifiziert und ausgewiesen. Der Ausbau auf 12 Betten ist geplant. Es werden Patienten mit allen neurologischen Krankheitsbildern behandelt.

Die häufigsten Diagnosen waren im Jahr 2010 (Anzahl in Klammern):

  • Schlaganfälle einschl. Hirnblutung und TIA (237) 
  • Epilepsie einschl. Status epilepticus (231)
  • Multiple Sklerose (94 stationär, 219 ambulant)
  • Erkrankungen des periph. Nervensystems, Hirnnervenläsionen (207) 
  • Wirbelsäulenerkrankungen (198)
  • Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen (165)
  • Parkinson-Syndrome (73)
  • Infektionen des ZNS (24)

Die genaue Beschreibung finden Sie unter dem Punkt "Klinikstruktur".