Suchtmedizin

Auf den Suchtstationen werden Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige mehrdimensional in einem multiprofessionellen Team behandelt. Neben der ausführlichen ärztlichen Untersuchung und der, wenn erforderlich, medikamentös gestützten „Entgiftung“ erfolgt auch die Behandlung begleitender körperlicher oder psychischer Erkrankungen. In Einzel- und Gruppentherapiegesprächen soll bewusst gemacht werden, was Abhängigkeit ist, wie der Betroffene mit ihr umgehen kann, was Abstinenz als mögliche Lebensform bedeutet.

Verschiedene weiterführende Therapie- und Hilfeangebote nach dem stationären Aufenthalt werden aufgezeigt. Bei der Klärung individueller sozialer Belange kann ebenso Unterstützung erfolgen, wie bei der Vorbereitung von so genannten „Entwöhnungsbehandlungen“ in Kliniken der Rentenversicherungsträger. Neben der kontinuierlichen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung wird der Gesundungsprozess durch Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Training sozialer Fertigkeiten und körperbezogene Therapieformen unterstützt.

In unserem geschützten Bereich für Doppeldiagnosen werden Patienten im Sinne der rehabilitativen Behandlung sowohl der psychischen Erkrankung im engeren Sinne als auch der Suchterkrankung längerfristig therapiert. Das Ziel der Behandlung sind sowohl die weitestgehende psychische Stabilisierung, die Erreichung einer möglichst dauerhaften Abstinenz, als auch die soziale Integration entsprechend den Fähigkeiten des Patienten.

Der Bereich Sucht verfügt über drei Stationen mit insgesamt 52 Behandlungsplätzen. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein Einweisungsschein des behandelnden Arztes und das Einverständnis des Patienten.

In der Regel erfolgt die Aufnahme von Alkohol- und Medikamentenabhängigen sowie Abhängigen von stoffungebundenen Süchten auf der Station A 6/3. Die Aufnahme von Patienten mit Abhängigkeit von illegalen Drogen erfolgt auf der Station B 3/1.

Station A 6/3

Station B 3/1