Ausbildung

Neurologen-Team beim Drachenbootrennen

Die Klinik für Neurologie kann eine umfangreiche und praxisorientierte Ausbildung der Assistenten zum Facharzt für Neurologie aufweisen.

So ist es durch eine langfristige und mit den Vorstellungen der Assistenten abgestimmte Planung möglich, innerhalb der Mindestzeit von fünf Ausbildungsjahren den vorgegebenen Katalog zu erfüllen. Dabei werden überwiegend jährliche Rotationen auf den einzelnen Stationen durchgeführt. Neben der Arbeit auf den „Normalstationen“ zählt auch die Tätigkeit auf der klinikeigenen Intensivstation und zertifizierten Stroke Unit sowie das Erlernen und Durchführen der Elektrophysiologie und Dopplersonographie in der hausinternen Rotation dazu. Vor Einsatz auf der Intensivstation und Beteiligung an den Bereitschaftsdiensten konnte es den Assistenten bislang ausnahmslos ermöglicht werden, eine mehrwöchige Hospitation an Kliniken für Anästhesiologie zum Erlernen der endotrachealen Intubation und Anlage von zentralen Venenkathetern durchzuführen.

Wöchentliche Chefvisiten und umtägige Oberarztvisiten sind ebenso wie die tägliche fachärztliche Supervision und Patientendiskussion selbstverständlich. Fachlich schwierige Fälle werden sowohl in den morgendlichen als auch in den klinikinternen Röntgenkonferenzen beraten und somit allen Ärzten des Hauses zur Diskussion vorgestellt.

Neben der soliden Ausbildung im Stationsalltag ist das Engagement der Oberärztinnen und des Chefarztes herauszustellen, die sich nicht nur während der Bereitschaftszeit als Hintergrund aktiv einbringen und vor Ort präsent sind.

In regelmäßigen Abständen wird von uns eine hausinterne Weiterbildung organisiert, die entweder aus den eigenen Reihen oder durch eingeladene Referenten bestritten wird und zu interessanten Themen eine gute Wissensauffrischung bietet. Hier kann jeder Arzt zu den Themen Wünsche äußern und Vorschläge unterbreiten. Im Rahmen des nun schon gut etablierten „Arnsdorfer Kolloquiums“ gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Fortbildung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zu gemeinsamen fachübergreifenden Themen.

Die gute und kollegiale Zusammenarbeit aller Ärzte und Mitarbeiter wird zudem unterstützt von einer ausgezeichneten Arbeit des Pflegepersonals mit dem allseits vorhandenen Bestreben nach einer fachlich hohen Kompetenz, einer freundschaftlichen Kollegialität und Harmonie.

Wen wundert es da, dass die Fluktuation äußerst gering ist und für viele der hier arbeitenden Ärzte eine andere Arbeitsstelle trotz zahlreicher zu besetzender Stellen in umliegenden Kliniken keinen Gedanken wert ist?

Vielleicht liegt es auch an der ruhigen Lage, dem baulichem Ambiente und dem „Gemeinsamen“ wie z. B. Fahrradtouren, Teilnahme am Drachenbootrennen zum jährlichen traditionellen „Elbhangfest“ in Dresden oder an der täglichen Mittagstischrunde in der krankenhauseigenen Cafeteria, was das Arbeiten mit kleinen Entspannungspausen auflockert.

Bis bald in unserer Klinik und immer eine handbreit Luft unter dem Reflexhammer!

Dr. Theresa Weber, Stationsärztin