Ausbildung

Neurologen-Team beim Drachenbootrennen

Eine Kollegin berichtet:

Die Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin bietet die Möglichkeit einer umfassenden und praxis-orientierten Ausbildung zum Facharzt für Neurologie.

Die notwendigen Kenntnisse für die Facharztprüfung können durch eine längerfristige Planung und gemeinsame Abstimmung in der Mindestzeit von fünf Ausbildungsjahren erreicht werden. Die Rotationen zwischen Normalstation, Intensivstation/Stroke-Unit und Diagnostikabteilung erfolgen alle 6 bis 12 Monate. Auf Wunsch kann ein Teil der Weiterbildungszeit in der hiesigen Psychiatrie abgeleistet werden. Einmal jährlich finden Weiterbildungsgespräche mit dem Chefarzt statt.

Auf zwei Normalstationen werden unsere neurologischen Patienten betreut. Die Krankheitsbilder umfassen das komplette Spektrum der Neurologie. Die Tätigkeiten des Stationsarztes beinhalten u.a. die täglichen Visiten, die Aufnahme neuer Patienten, Aufklärungsgespräche, Angehörigen-gespräche, die Durchführung von Blutentnahmen und Lumbalpunktionen sowie die Dokumentation inkl. Anamnese und Epikrise. Bei internistischen Fragestellungen unterstützt unsere Internistin, die u.a. auch Sonographien und Langzeit-EKG`s / Langzeit-Blutdruckmessungen durchführt.

In den einmal wöchentlichen Chefarzt- und den zweimal wöchentlichen Oberarztvisten werden die Befunde der Patienten besprochen, schwierige Fälle diskutiert und das weitere Procedere festgelegt. Auch die tägliche radiologische Konferenz, in der die Bildbefunde unserer Patienten durch unsere Neuroradiologin demonstriert werden, bietet die Möglichkeit komplexe Fälle zu erörtern. 

Unsere neurologische Intensivstation und zertifizierte Stroke Unit bietet Platz um schwer kranke neurologische Patienten zur versorgen. Oberarztvisiten erfolgen zweimal täglich und Chefarztvisiten zweimal wöchentlich. Die Tätigkeiten umfassen die Aufnahme und Betreuung der Patienten inkl. Aufklärungs- und Angehörigengespräche, Anlage von ZVK, intraarterieller Blutdruckmessung, ggf. Pleuradrainage, Lumbalpunktion und Bronchoskopie. Darüber hinaus die orotracheale Intubation, welche die Assistenten bislang durch eine mehrwöchige Hospitation an Kliniken für Anästhesiologie erlernen konnten. Die Supervision erfolgt sehr engmaschig.

In der Diagnostikabteilung besteht die Möglichkeit die Doppler- und Duplexsonographie der extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Arterien sowie die Elektroneurographie und – myographie unter Supervision zu erlernen. Evozierte Potenziale und EEG’s werden durch unsere MTA’s abgeleitet und ärztlich ausgewertet.

Die Teilnahme am Bereitschaftsdienst ist für alle Assistenten und ggf. Fachärzte verpflichtend. Unterstützung bietet der oberärztliche / chefärztliche Hintergrunddienst, welcher stets präsent ist und sich aktiv einbringt.

Durch unser neu etabliertes Casemanagement werden pflegerisches und ärztliches Personal in der Organisation der Patientenversorgung und Entlassung unterstützt, sodass mehr Zeit für die Versorgung unserer Patienten zur Verfügung steht.

In regelmäßigen Abständen finden klinikinterne Weiterbildungen zu verschiedenen Themen der Neurologie statt. Auch das „Arnsdorfer Kolloquium“ gemeinsam mit der Klinik für Psychiatrie bietet Möglichkeit zur Weiterbildung und einen Blick „über den Tellerrand“ hinaus.

Zeit für Erholungsphasen und zum kollegialen Austausch bieten z.B. das gemeinsame Frühstück am Freitag, das Mittagessen in der Cafeteria oder gemeinsame sportliche Aktivität bei der Rewe-Team-Challenge.

Wir sind Neurologie und freuen uns auf dich!

Liane Jacobi (Ärztin in Weiterbildung)