Station A 6/1 - Schwerpunkt illegale Drogen
Wir begrüßen Sie auf der Seite der Station A6/1. Wir freuen uns Ihnen Informationen zu unserem Behandlungsangebot geben zu dürfen.
Am südwestlichen Rand des parkähnlichen Krankenhausgeländes befindet sich im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Haus A6 die beschützend geführte Therapie-Station A6/1. Hier stehen auf einer sehr geräumigen Station mit 2 Stationsseiten (A und R) insgesamt 20 Therapieplätze für den qualifizierten Entzug illegaler Substanzen und THC zur Verfügung. Die Station verfügt v.a. über 2- und 3-Bettzimmer, Einzelzimmer werden nach medizinsicher Notwendigkeit belegt. Ein großer Garten ist direkt von der Station aus zu erreichen. „Beschützend“ bedeutet, dass Patienten sich freiwillig auf einer geschlossenen Station behandeln lassen. Diese Freiwilligkeit dürfen sie jederzeit widerrufen und sich entlassen lassen. Hierzu erfolgt dann ein ärztliches Gespräch, um eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung auszuschließen.
Die Aufnahme erfolgt elektiv – also geplant - über das Belegungsmanagement im Rahmen einer Motivationsliste, seltener auch als akute Aufnahme, oder als Verlegung aus anderen Krankenhäusern sowie hausintern. An Aufnahmetag sind Patienten spätestens 10 Uhr bei uns. Genaue Informationen über die Stationsordnung (inkl. u.a. Handy-, Ausgangs- und Besucherregelung) erhalten können Sie über das Belegungsmanagement oder direkt von der Station.
Bei Aufnahme entscheidet das Team, welche Stationsseite am besten für die Behandlung geeignet ist. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Fachpflegepersonal, sozialem Dienst und diversen co-therapeutischen Professionen (Ergo-, Physio-, Bewegungs-, Kunst- und Musiktherapie) begleitet unsere Patienten während der gesamten Behandlung. Die Regelbehandlung auf der A-Seite ist auf 4 Wochen geplant. Wenn Patienten an einer Heroin-Abhängigkeit erkrankt sind werden sie v.a. auf der R-Seite behandelt und die Behandlung ist auf 6 Wochen geplant. Je nach Schwere und damit Behandlungsbedürftigkeit werden weitere psychische Erkrankungen auf A- wie auch R-Seite mitbehandelt. Je nach Schwere des Entzuges kann eine medikamentöse Linderung der Beschwerden sinnvoll sein. Ein Substitut-gestützter Entzug bei Heroin-Abhängigkeit gehört ebenso zu unserem Standard, wie die Diagnostik und Therapie weiterer psychischer Erkrankungen, wenn klinisch ein Verdacht besteht. Therapeutisch arbeiten wir führend mit Motivational Interviewing und Mentalisierungs-basierter Therapie, verbinden diese mit Elementen aus Skillstrainings und weiteren, psychoedukativen und ressourcen-orientierten Verfahren. Die persönlichen Ressourcen, Ziele und Wünsche unserer Patienten stehen im Mittepunkt.
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die Beantwortung der Frage: „Was stellen Sie sich vor, wie es nach Ihrer Behandlung hier weitergeht?“. Wir möchten Patienten ermutigen weitere therapeutische Schritte zu gehen und ein un-abhängiges Leben zu führen. Als einen wichtigen Schritt in diese Richtung nehmen Patienten bereits während der Behandlung in unserer Klinik Kontakt zu einer (ggf. Ihnen schon bekannten) Suchtberatungs- und -behandlungsstelle auf. Wir informieren zudem über weiterführende Behandlungen und Hilfsangebote, wie medizinische Rehabilitation („Langzeittherapie“), Substitutionsbehandlung, Selbsthilfegruppen u.a. . In einigen Fällen kann die psychiatrische Weiterbehandlung im Rahmen unser psychiatrischen Institutsambulanz (PiA) erfolgen.
Wir freuen uns darauf, Patienten auf Ihrem Weg in die Un-abhängigkeit begleiten zu dürfen.
Anmeldung für Ihre geplante stationäre Aufnahme
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Zentrales Belegungsmanagement der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Montag bis Freitag 7:00 - 15:30 Uhr
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