Station A 6/2 – Schwerpunkt Doppeldiagnosen
Wir begrüßen Sie auf der Seite der Station A6/2. Unsere beschützend geführte Therapiestation für Abhängigkeitserkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Doppeldiagnosen (Sucht – Psychose/Schizophrenie) befindet sich im ersten Obergeschoss des denkmalgeschützten Haus A6.
Die Station ist geräumig aufgebaut, die Patientenzimmer sind mit 2 bis 3 Betten ausgestattet. Insgesamt stehen 17 Therapieplätze zur Verfügung. Die Aufenthaltsräume sind genesungsfördernd und einladend gestaltet – wir legen Wert auf die therapeutische Gemeinschaft. Die Belegung der Einzelzimmer ist abhängig von der medizinisch-therapeutischen Notwendigkeit. Der groß angelegte Garten des Haus A6 ist über das Treppenhaus zugänglich. Die Station ist zudem über einen Fahrstuhl erreichbar.
Der beschützende Charakter der Station ist therapeutisch wertvoll, da er eine hohe Schwelle zum Verlassen der Station im Rahmen von akuten Verlangen nach Substanzen („Suchtdruck“) darstellt. Bei einem freiwilligen Aufenthalt auf unserer Station kann eine Entlassung gegen ärztlichen Rat auf Wunsch des Patienten erfolgen, wenn in einem zuvor geführten ärztlichen Gespräch keine Hinweise auf eine akute Eigen – und/oder Fremdgefährdung gefunden wurden. Die Station ermöglicht zudem eine Behandlung im Rahmen einer betreuungsrechtlichen Unterbringung.
In einem spezialisierten Therapiekonzept bieten wir eine hochstrukturierte, dabei stets individualisierbare Therapie für Patienten mit einer Substanzabhängigkeit und einer psychotischen Störung an. Der Behandlungsrahmen ist dabei ein vor allem stützender und umsorgender, in den Aspekten der Suchttherapie, aber auch fordernder und konsequenter hinsichtlich der Stationsregeln. Persönliche Rückzugsräume sind uns ebenso wichtig, wie die jederzeit verfügbaren niedrigschwelligen Kontakteangebote zu Fachpersonal.
Die Station bietet des weiteren je nach Kapazität Therapieplätze zum qualifizierten Entzug für Patienten mit einer Cannabinoid – und/oder Alkoholabhängigkeit an.
Wir arbeiten verhaltenstherapeutisch, orientieren uns an speziellen Konzepten für Doppeldiagnosen, nutzen das Motivational Interviewing, sowie Techniken zur Motivation und der Bewältigung von Erkrankungen. Dabei stehen die Ressourcen des Patienten sowie seine individuellen Ziele und Wünsche stets im Vordergrund.
In der Regel findet die Behandlung auf freiwilliger Basis nach Anmeldung zu dieser über unser Belegungsmanagement statt. Weitere Zugangswege sind mögliche akute Aufnahmen, sowie Verlegungen aus anderen Krankenhäusern sowie hausintern, dabei führend von den Akutstationen. Im Bereich der Doppeldiagnosen gehen wir von einer Therapiedauer von 6 bis 8 Wochen aus, die je nach Notwendigkeit einer längerfristigen Weiterversorgung ausgebaut werden kann. Für Patienten, die einen qualifizierten Entzug wahrnehmen ist die Therapiedauer bei Alkoholabhängigkeit auf 3 Wochen, bei Cannabinoid-Abhängigkeit auf 4 Wochen geplant.
Während der gesamten Behandlung werden die Patienten in unserem multiprofessionellen Team von Ärzten, Psychotherapeuten, Fachpflegepersonal, sozialem Dienst und co-therapeutischen Professionen, wie Physio–, Ergo–, Musik–, Kunst– und Bewegungstherapie begleitet. Wir ermöglichen ebenso tiergestützte Therapie. Falls nötig wird während des Entzugs medikamentös interveniert, im Bereich der Behandlung von psychotischen Störungen steht das gesamte, leitliniengerechte Spektrum an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Sollten sich im Verlauf der Behandlung Hinweise auf weitere psychiatrische Erkrankungen ergeben, führen wir standardisiert entsprechende Diagnostik durch und behandeln die Störung nach Möglichkeit. Wir arbeiten eng mit Bezugspersonen zusammen, sozialdienstlich geleitete Helferkonferenzen sind fester Bestandteil unserer Arbeit, ebenso wie ein enger Kontakt zu rechtlichen Betreuern und Gerichten.
Für Patienten wichtige Details zum Ablauf der Behandlung sowie den entsprechenden Regeln der Station, explizit u.a. Ausgangs-, Handy- und Besucherregelung finden sich in unserer Stationsordnung und können über das Belegungsmanagement sowie direkt auf der Station erfragt werden.
Ein wichtiger Bestandteil unseres Therapieangebotes ist die Klärung der Weiterversorgung nach der stationären Behandlung. Hierbei wird während der Behandlung bereits Kontakt zu einer Suchtberatungs- und -behandlungsstelle aufgenommen. Belastungserproben und bei Bedarf teilstationäre (tagesklinische) Behandlungen komplementieren unser Angebot. Je nach Krankheitsschwere und Motivation der Patienten versuchen wir im individuellen Falle eine direkte Verlegung in eine Langzeitentwöhnungsbehandlung, wie auch in eine spezialisierte sozial- und suchttherapeutische Wohnstätte zu begleiten.
Wir orientieren uns stets am Willen und Wohl unserer Patienten und wollen ein Begleiter auf dem Weg zur Un-abhängigkeit sein.“
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